Grundausstattung Siamkatze

Die Haltung einer Siamkatze ist recht unkompliziert, eine Erstausstattung benötigt der Familienzugang, vor allem wenn es die erste Katze ist, aber doch. So wird sich jede Katze über einen eigenen Schlafplatz in Form oder Höhle freuen und auch ein Kratzbaum oder eine Kratzmatte als Alternative zu Sofa, Tapeten und Vorhängen erfreut nicht nur die Katze. Hier Tipps für die Grundausstattung einer Siamkatze, denn schließlich soll es der neue Hausbewohner auch bequem bei einem haben.

Tragekorb für die Siamkatze

Grundausstattung für eine Siamkatze

Eine Siamkatze braucht als Grundausstattung nicht allzuviel.

Da eine Katze auch einmal transportiert werden muss, ist ein Tragekorb bzw. eine kleine Transportkiste sehr praktisch. Zum einen weil man beim Autofahren Tiere, die ja nur als Ladung gelten, sinnvoll sichern muss und zum anderen, weil die Katze oder die Katzen sich hier auch recht sicher fühlen können. Wer nur mit der oder den Katzen ab und an zum Tierarzt muss bzw. eher kurze Strecken zurücklegt, braucht nun keinen riesigen Käfig mit sich herumzuschleppen. Gerade Siamkatzen kuscheln auch gerne und halten kurze Wege auch gerne gemeinsam in einem Korb aus.

Solche Tragekörbe gibt es aus Kunststoff, als stabile und schicke Reisetasche oder gerne auch als Korbware. Gerade Kunststoffboxen haben übrigens den großen Vorteil, dass sie sich wirklich leicht reinigen lassen.

Egal ob Tragekorb oder Kunststoffbox, man sollte darauf achten, dass der Gitterabstand klein genug ist, das die Katzen nicht mit ihrem Kopf stecken bleiben.

Einen Tragekorb oder eine Transportkiste aus Kunststoff kann und sollte man auch mit einem dicken Handtuch oder eine Decke auspolstern. Frisch gewaschen muss beides nicht sein, gerne nimmt die Katze heimligen Geruch zum Kuscheln mit auf ihre hoffentlich kurze Reise.

Katzenkorb und Katzenhöhle

Siamkatzen kuscheln gerne und gerne haben sie auch ihre eigene Höhle für sich. Praktisch ist da eine Katzenhöhle, bequem ausgepolstert und gerne eben mit Dach, die dem ganzen einen Nestcharakter verleiht. Die meisten Kratzbäume haben übrigens eine solche Höhle, oft wird sie aber gerade von der Siamkatze eher ungern genutzt, den diese Höhle ist meist ebenerdig und damit nicht unbedingt in einer bevorzugten Höhe.

Kratzbaum

Wer seine Inneneinrichtung vor Katzenkratzspuren schützen möchte, kommt um die Anschaffung eines Kratzbaums nicht herum. Da die Siamkatze mit ihren vier Kilogramm eine normalgewichtige Katze ist, hat man die freie Auswahl bei den Kratzbäumen. Allerdings sollte man immer drauf achten, dass der Kratzbaum stabil steht, nicht dass die Katze beim Klettern abstürzt. Und oft kommt es gerade bei billigen Kratzbäumen vor, dass diese aus Katzensicht stinken und daher gemieden werden.

Ein Kratzbaum für eine Siamkatze sollte mindestens ein Meter hoch sein und zwei Liegeflächen sowie eine Höhle bieten. Je höher allerdings ein Kratzbaum ist und desto mehr Möglichkeiten er bietet, desto spannender ist er für die Katze. Bevor man allerdings einen extra hohen aber leider unstabilen Kratzbaum kauft, sollte man eher einen mittelhohen wählen, auf dem sich auch die Siamkatze wohl fühlt. Es gibt wohl nichts schlimmeres für jede Katze als wenn der Katzenkratzbaum unter ihr zusammenbricht oder umkippt. Der richtige Kratzbaum

Futterschalen bzw. Näpfe für die Katze

Zwei Näpfe sind Pflicht, eine fürs Wasser und eine fürs Futter. Wer der Katze auch Trockenfutter zusätzlich zum Dosenfutter ständig verfügbar anbieten möchte, hat am besten noch eine dritte Schale. Und da Katzen beim Fressen auch gerne kleckern, sollten die Futternäpfe auf einer leicht zu reinigenden Unterlage stehen.

Ob man bei den Futternäpfen auf Plastik oder Keramik setzt, ist wohl auch etwas Geschmackssache. Plastik zerkratzt halt auch gerne schnell und da wo Kratzer sind haben es Bakterien natürlich besonders leicht sich zu vermehren. Dafür ist das klappern von Plastiknäpfen nicht ganz so laut und sie sind natürlich äußerst bruchfest.

Katzentoilette

Hier hat sich einiges getan, inzwischen gibt es offene Schalen aber auch kleine Toilettenhäuser mit Abdeckung und Klappe. Die Katzentoilette mit Deckel hat dabei große Vorteile, denn eine Katze scharrt gerne nach ihrem Geschäft und durch den Deckel bleibt das Streu größtenteils eben da wo es hingehört. Wer seine Katze erst an eine Box mit Klappeingang gewöhnen muss, sollte auf die Klappe erst einmal verzichten, erschreckt sich die Katze, könnte ihr das Toilettenhäuschen gründlich verdorben sein.

Katzenstreu

Wo eine Katzentoilette ist, ist auch Katzenstreu nicht weit. Es gibt Klumpstreu auf Tonbasis, das nicht immer komplett getauscht werden muss. Mit einer Siebschaufel kann man Klumpen und Häufchen regelmäßig entfernen und muss dann nur nachfüllen. Erst nach Bedarf, das kommt auf Katzenzahl und Gebrauch des Katzenklos an, muss auch mal komplett gereinigt werden. Von solchem Klumpstreu auf Tonbasis wird also weniger Verbraucht und auch der Geruch hält sich eher in Grenzen. Dann gibt es noch nicht klumpende mineralisches Streu. Das scheint zwar in der Anschaffung billiger, muss aber eben alle zwei bis drei Tage komplett gewechselt werden.

Katzenfutter

Sehr günstiges Katzenfutter besteht häufig aus billigen Füllstoffen und billigen Proteinen. Daher ist hochwertiges Katzenfutter vorzuziehen. Gerade Siamkatzen und auch andere Katzenrassen können durch falsches Futter durchaus auch Nierenprobleme und andere Krankheiten bekommen. Häufig braucht man von hochwertigen Futter auch weniger, da eben nicht so viel mit billigen Füllstoffen gearbeitet wird.

Bevor man aber 50 Dosen oder 10 Säcke Trockenfutter nach Hause schleppt, sollte man immer erst einmal testen, ob das Futter der Katze auch genehm ist. Gerade Siamkatzen sind sehr wählerisch. Es gibt Katzen, denen ist es egal, was in den Napf kommt, andere möchten aber bitte nur Trockenfutter und andere bestehen auf Dosenfutter. Und egal was, es muss natürlich den wählerischen Geschmack der Katze treffen. Siehe auch Ernährung von Siamkatzen.

Trinken

Siamkatzen sollten nur Wasser trinken. Spezielle Katzenmilch ist eher unnötig. Kuhmilch sollte man seiner Siamkatze auf keinen Fall vorsetzen, denn den Siamesen fehlt fast immer das Enzym, um das in der Kuhmilch enthaltene Zucker zu spalten, die Folge ist Durchfall.

Den Wassernapf bitte nicht zu nahe am Freßplatz aufstellen. Sonst kann es passieren, dass die Katze das Wasser meidet. Und gerade bei Siamkatzen, insbesondere wenn sie Trockenfutter bevorzugen, sollte man immer darauf achten, dass die Katze auch wirklich genug trinkt.

Spielzeug

Gerade Siamkatzen spielen und jagen gerne. Das Spielzeug sollte in etewa so groß sein wie die handelsüblichen Fellmäuse, die im übrigen ein wirklich gut geeignetes Spielzeug für den Stubentiger sind. Er hat genau die richtige Größe und auch das richtige Gewicht, um als ideales Spielzeug zu passen. Tennisbälle sind der Siamkatze eher zu groß, Bälle in der Größe eines Tischtennisballs passen da schon eher. Und Katzen spielen auch gerne mit Flummis, oder einfach nur mit zerknülltem Papier.

Katzengras

Katzen mögen es Gras zu kauen. Das liegt auch daran, das Katzen bei ihrer Körperpflege viele Haare verschlucken. Zusammen mit dem Gras gelingt es ihr aber die Haarballen wieder herauszuwürgen, was sehr wichtig ist. Daher ist eine Schale Katzengras ein Muss für Katzenhalter.

Bürste und Kamm

Die Siamkatze ist eine Kurzhaarkatze. Bürsten und Kämmen ist daher eher weniger nötig. Eine weiche Bürste oder eine Gummibürste ist aber auch bei einer Siamkatze sehr nützlich, zum einen kann man beim regelmäßigen Bürsten immer auch die Katze untersuchen und nach Auffälligkeiten untersuchen (bei Freigängern natürlich auch nach Zecken und Flöhen), aber man hilft der Katze auch ausgefallene Haare aus dem Fell zu entfernen, die ansonsten bei der Katzenwäsche im Magen landen würden. Praktisch ist eine Gummibürste (eine Art Striegel mit sehr recht kurzen Noppen), die die losen Haare statisch anzieht und so auch dafür sorgt, dass weniger Haare in der Wohnung herumfliegen. Gewöhnt man seine Katzenkinder frühzeitig an das Bürsten, dann wird es die Katze später richtig genießen.

Nagelzange

Gerade Katzen, die ihren Kratzbaum eher selten benutzen können zu wenig abgenutzte Krallen aufweisen. Am besten lässt man sich die richtige Nutzung der Nagelzange zum Kürzen der Krallen einmal in Ruhe beim Tierarzt zeigen. Wichtig ist, dass man beim Kürzen nicht in den durchbluteten Teil der Kralle schneidet.

Zeckenzange

Bei Wohnungskatzen erübrigt sich eine Zeckenzange wohl, außer man hat vielleicht noch einen Hund, der Zecken ins Haus schleppen könnte. Aber dann ist die Zeckenzange ja bereits vorhanden. Übrigens, desto früher man eine Zecke entfernt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass keine gefährlichen Krankheiten übertragen wurde.

Eine Zeckenzange wird oftmals auch benötigt, wenn die Katze nur im eigenen Garten herumspaziert, denn nicht jeder Garten ist leider Zeckenfrei.

Katzenhalsband

Bei einer reinen Wohnungskatze ist ein Halsband eher Dekoration bzw. Schmuck. Bei einer Freigängerkatze sollte man genau abwägen. Ein Halsband, auch wenn es dazu dienen soll Ungeziefer und vor allem Zecken abzuhalten, kann sehr gefährlich sein. Denn es besteht immer die Gefahr, dass die Katze mit dem Halsband irgendwo hängen bleibt und sich selbst stranguliert.

Geschirr und Leine

Siamkatzen lassen sich durchaus auch an die Leine gewöhnen. Der beste Zeitpunkt ist, wenn sie etwa ein Jahr alt ist. Möchte man mit seiner Siamkatze an der Leine spazieren gehen, sollte dies aber nicht mit einem Halsband sondern mit einem gut sitzenden Geschirr passieren. Bei einem Halsband besteht doch immer die Gefahr, dass es zu Schädigungen kommt, wenn zum Beispiel mal ruckartig an der Leine gezogen wird. Und das passiert öfters als man denkt.

Kratzmatten

Die Katze hat zwar einen Kratzbaum aber eben noch so ihre Lieblingsstellen im Haus? Wenn sich die Katze es partout nicht abgewöhnen lässt an einer anderen Stelle ebenfalls ihre Krallenspuren zu hinterlassen, dann hilft häufig eine Kratzmatte zur Schonung der Stelle. Besonders schöne Kratzbäume haben übrigens nicht nur Kratzsäulen, sondern oft auch eine weitere Kratzgelegenheit in Form einer Kratzmatte.