Ernährung der Siamkatze

Die Ernährung der Siamkatze unterscheidet sich nicht von der anderen Katzen. Wie bei allen anderen Katzen hat man die Wahl zwischen Trockenfutter und Nassfutter, selbst zubereitet oder fertig gekauft. Trockenfutter hat viele Vorteile, so verdirbt es einfach nicht so schnell im Napf, wenn es mal nicht komplett aufgefressen wird. Da Katzen aber nicht unbedingt die großen Wassertrinker sind, muss man bei einer Fütterung mit Trockenfutter gut darauf achten, dass eben doch genug getrunken wird. Viele Siamkatzen sind aber eher trinkfaul.

Fertigfutter nicht immer die beste Wahl bei der Ernährung

Siamkatze und Ernährung

Die Siamkatze und ihre Ernährung – manchmal ist diese Katze wählerisch.

Ein großes Problem beim Tierfutter, das man fertig kaufen kann, ist die Zusammensetzung desselbigen. Häufig bestehen gerade günstige Produkte aus Füllstoffen und nur wenig Fleisch oder wenn Fleisch, dann eben Schlachtabfällen. Auch werden oft Konservierungsmittel und auch Farbstoffe oder Geschmacksverstärker beigemischt. Wer seiner Katze etwas Gutes tun möchte, sollte also peinlich genau darauf achten, was im Futter so drin ist. Ein hoher Fleischanteil und eben kein Zucker oder andere Zusatzstoffe sollte schon sein.

Den die Lebenserwartung einer Katze hängt eben auch von ihrer Ernährung ab.

Etwas Gutes tun kann man seiner Katze mit frischem Fleisch (Rind oder Geflügel). Dies sollte grob vorgeschnitten werden. An diesen Fleischstücken hat die Katze dann gut zu kauen, mehr als es bei Trockenfutter oder gar Dosenfutter der Fall wäre. Und so werden Zähne und Zahnfleisch gereinigt und massiert, was Erkrankungen von Zähnen und Zahnfleisch vorbeugt. Zahnpflege mit großen Fleischbrocken eben, die Katze liebt es. Rohes Fleisch, frisch muss es aber unbedingt sein, Schwein darf es nie sein, ist auch keinesfalls ungesund für Katzen.

Wie viel Futter braucht eine Siamkatze pro Tag

Eine etwa vier Kilogramm schwere Siamkatze benötigt etwa 60 Gramm Trockenfutter (Vollfutter) oder 200 Gramm Dosenfutter. Dosenfutter besteht zu etwa 80 Prozent aus Wasser, daher der große Unterschied. Wer viele Leckerchen gibt, sollte das bei der Fütterung berücksichtigen und entsprechend etwas weniger Futter geben. Nicht das die Katze irgendwann eine Diät machen muss.

Eigene Erfahrungen machen

Wenn sich mehrere Katzenhalter unterhalten, wird man viele verschiedene Meinungen zum Thema richtige Ernährung und Fütterung hören. Jeder, der eine Katze hat, macht so seine eigene Erfahrungen. Die eine Katze ist extrem wählerisch (und das betrifft längst nicht nur Siamkatzen), die andere schlingt alles hinunter. Die eine Katze besteht auf Trockenfutter der Marke X, der andere ist die Marke nicht so wichtig, aber es muss unbedingt Dosenfutter sein.

Wie oft die Katze füttern

Katzen sind meist langsame Esser, die auch gerne ihre Ruhe dabei haben. Da machen Siamkatzen keine Ausnahme. Darin unterscheiden sich Katzen auch stark von ihren vierbeinigen Mithausgenossen, den Hunden, die ja oftmals Schlinger sind. Wegen ihrem Essverhalten sollte man Katzen lieber mehrmals am Tag füttern. Empfehlenswert ist es, zwei Hauptmahlzeiten am Tag anzubieten und gerne darf es dann noch ein Imbiss zwischendurch sein. Auch wenn die Katze auf Diät sein sollte, ist es ratsam das wie oft der Ernährung nicht umzustellen, sondern darauf zu achten was man füttert. Vor allem wenn die Katze älter ist, schwanger oder gerade Mutter geworden ist oder auch bei Katzenbabys sollten auf jeden Fall mehrere Mahlzeiten am Tag auf dem Programm stehen.

Wählerischer Siamese

Oft hört man, gerade von Nicht-Katzenbesitzern, den Rat, wenn die eigene Katze zu wählerisch sei, man müsse eben Geduld haben und standhaft bleiben, schließlich sei Hunger der beste Koch. Allerdings gibt es äußerst standhafte Katzen, die ihr Mißfallen ob so einer Behandlung sehr deutlich machen können. Und Katzen können sehr ausdauernd sein. Frustration ist dann vorprogrammiert. Wenn es also nicht wirklich einen sehr guten Grund gibt, der Mieze ihr Lieblingsfutter vorzuenthalten, sollte man auf solche Erziehungsspiele besser zum Wohle aller Beteiligten verzichten. Das gilt natürlich nicht, wenn das Lieblingsfutter der Katze aus der Rubrik eher ungesund und schädlich ist. Beispielsweise führt die reine Ernährung einer katze mit Fisch zu Mangelerscheinungen, mag die Katze nur Thunfisch, dann kann das zur Gelbfettkrankheit führen.

Vegetarisches Futter für Katzen?

Katzen sind keine Allesfressser, ihr Organismus ist auf Fleischnahrung ausgerichtet. Daher kann man eine Katze nicht rein vegetarisch ernähren. Eine solche Ernährung kann auch nicht durch Zusatzstoffe ausgeglichen werden. Wer sich als Vegetarier oder Veganer eine Siamkatze zulegen möchte, sollte diese artgerecht füttern und muss sich daher, trotz eigener Überzeugung eben durchringen ihr auch Fleisch zu geben.

Welches Fleisch für Katzen

Nachdem nun geklärt ist, dass Katzen keine vegetarische Ernährung über sich ergehen lassen sollten, bleibt die Frage, was für Fleisch ein solcher Maunzer fressen darf. Auf den Speiseplan darf eigentlich alles von Rindfleisch, Geflügel über Wild, Schaf etc. Rohes Fleisch sollte wirklich frisch sein, Katzen sind auch keine Abfalleimer, denen man fragwürdiges Fleisch geben sollte. Schweinefleisch sollte man gar nicht füttern oder wenn nur gebraten oder gekocht. Auch Geflügelfleisch sollte durchgegart sein, ehe es der Katze serviert wird. Beim Schweinefleisch gibt es übrigens unterschiedliche Meinungen. Klar ist, das es nicht roh verfüttert werden darf. Ob Garen wirklich das tödliche Aujeszky-Virus (Erreger der Pseudotollwut) abtötet, darüber gibt es auch Mindermeinungen, die das eben bezweifeln. Am liebsten mögen die meisten Katzen übrigens Rindfleisch, gerne auch rohes Rinderherz. Bei älteren Katzen empfiehlt es sich auf gdünstetes Geflügel auszuweichen, das ist sehr fettarm, hat dabei eine sehr hohe Eiweißqualität und eignen sich als Schonkost.

Katzen und Milch

Es gibt Katzen, die vertragen Milch und eben auch Katzen, die davon Durchfall bekommen, da sie den Milchzucker (Laktose) nicht vertragen. Die meisten Siamkatzen haben auch Probleme mit dem Verwerten des Milchzuckers und daher sollte man davon Abstand nehmen, Milch zu verfüttern.

Hundefutter für Katzen

Kein Hund stirbt sofort und auf der Stelle, wenn er mal Katzenfutter frisst und auch Katzen überleben den Ausflug an den Hundenapf meist erst einmal (außer der Hund hätte extreme Probleme mit dem Teilen). Auf Dauer sollte man aber darauf achten, dass der Hund überwiegend sein Futter frisst und die Katze eben ihr Fressen nimmt. Den als Dauerernährung ist Hundefutter für Katzen nicht geeignet. Den Katzen benötigen deutlich mehr Eiweiß als Hunde und auch einige andere Nährstoffe, die Katzen nicht selber bilden können, müssen eben mit der Nahrung zugeführt werden. Da Hunde aber Vitamin A, Aminosäure Taurin und auch die Fettsäure Arachidonsäure selbst bilden können, werden diese Stoffe Hundefutter eben auch nicht zugesetzt, die Siamkatze würde bei der Fütterung rein mit Hundefutter schließlich unter einem Mangel leiden.

Katzenfutter für Senioren-Katzen

Am etwa zehn bis zwölf Jahren gilt auch die agilste Siamkatze als Senior und damit einen anderen Stoffwechsel und andere Bedürfnisse. In diesem Alter sollte man auch mit der Katze einmal zum Check beim Tierarzt vorstellig werden, der die Leberwerte und Nierenwerte überprüfen kann, ob vielleicht eine Fütterung nötig ist, um die Belastung dieser Organe zu verringern. Auch die Zähne und das Zahnfleisch sollten dabei gleich überprüft werden, denn ein schlechtes Gebiss kann dazu führen, dass die Katze zu wenig frisst oder das was sie frisst derart schlingt, dass es zu Magen- oder Darmproblemen kommen könnte. Gerade im Alter sind mehrere Fütterungen beim Senior gesünder als wenige große Mahlzeiten am Tag.

Trächtige Katzen füttern

Ist die Katze trächtig, sollte sie spätestens ab der zweiten Woche langsam mehr Futter bekommen, den ihr Energiebedarf wird immer mehr zunehmen. Am Ende der Tragezeit, kurz vor der Geburt, sollte eine werdende Katzenmama dann etwa die Hälfte mehr Futter bekommen als zuvor. Katzen legen in der Zeit auch Reserven an, für die Zeit nach der Geburt. Kurz vor der Geburt der Katzenwelpen sollte die Katzenmama nur etwa ein Drittel mehr wiegen als vor der Schwangerschaft. Merkt man also, dass die Katze trächtig geworden ist, sollte man zur Kontrolle den Vierbeiner wiegen, um die Gewichtszunahme im Auge behalten zu können. Hat man das verpasst, kann man den Tierarzt fragen, oft werden Katzen wie Hunde vor einer Untersuchung ja routinemäßig gewogen und das Gewicht in der Akte vermerkt. Die Tragezeit bei Siamkatzen beträgt übrigens 66 Tage und gerne auch ein paar Tage mehr.

Säugende Katze füttern

Sind die Katzenbabys dann auf der Welt, dann braucht die Katzenmama energiereiches Futter, vor allem bei einem großen Wurf. In dieser Zeit sollte die Katzenmama auch so viel fressen dürfen, wie sie möchte, schließlich braucht sie Energie und Kraft für die nächsten vier Wochen der Säugeperiode. Man sollte in dieser Zeit auch unbedingt darauf achten, dass die Katze genug trinkt. Nach etwa drei, vier Wochen werden sich die Katzenwelpen für feste Nahrung interessieren, es dauert nicht lange, bis sie dann entwöhnt sind. Spätestens dann sollte die Katze wieder gewogen werden, bis sie ihr altes Gewicht hat, kann sie mit Extrarationen aufgepäppelt werden.